Historisches Breitbild-Seitenverhältnis des Todd-AO-Formats – 70mm-Projektion mit 2.20:1 wurde für epische Produktionen wie 'Oklahoma!' und 'Around the World in 80 Days' verwendet.
Was ist 2.20:1?
2.20:1 ist das Seitenverhältnis des Todd-AO-Formats – ein 70mm-Breitbildverfahren aus den 1950er Jahren. Es bietet ein episches, breites Bild, das weniger extrem ist als CinemaScope (2.35:1), aber deutlich breiter als Academy (1.37:1).
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Seitenverhältnis | 2.20:1 |
| Filmformat | 70mm (5-Perf) |
| Bildbreite | 48.56mm |
| Bildhöhe | 22.10mm |
| Projektion | 70mm |
Vergleich mit anderen Formaten
| Format | Seitenverhältnis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Academy | 1.37:1 | Klassisch |
| Flat | 1.85:1 | US-Standard |
| Todd-AO | 2.20:1 | 70mm Premium |
| CinemaScope | 2.35:1 | Anamorphisch |
| Ultra Panavision | 2.76:1 | Extrem breit |
Historische Bedeutung
Todd-AO-System
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Erfinder | Mike Todd, American Optical |
| Einführung | 1955 |
| Erster Film | Oklahoma! (1955) |
| Framerate | Ursprünglich 30 fps |
Das Format heute
| Aspekt | Status |
|---|---|
| Produktion | Nicht mehr verwendet |
| Archivierung | Historische Bedeutung |
| Restaurierung | Für klassische Filme |
| Digital | 2.20:1 als Framing-Option |
Technischer Kontext
Das 2.20:1-Format nutzt die volle Breite des 70mm-Films ohne anamorphische Kompression. Es bietet exzellente Bildqualität durch das große Negativ – ideal für epische Produktionen, die in 70mm und in 35mm-Auszügen gezeigt werden sollten.
Erbe
Todd-AO und sein 2.20:1-Format haben die Premium-Kinoprojektion der 1950er und 60er Jahre definiert. Das Streben nach größeren, schärferen Bildern lebt heute in IMAX und anderen Large-Format-Systemen weiter.
Aktuelles
Das 2.20:1-Format erlebt eine Renaissance in der digitalen Filmproduktion. Moderne Kameras und Postproduktion ermöglichen es Filmemachern, dieses klassische Breitbildformat ohne die ursprünglichen 70mm-Beschränkungen zu nutzen. Die Diskussion um native Aufnahme versus Cropping zeigt das anhaltende Interesse an diesem besonders breiten Seitenverhältnis für cinematographische Projekte.
Aktuelles
Das 2.20:1-Format findet auch in modernen 70mm-Produktionen Anwendung. Super Panavision 70 nutzt sphärische Objektive für dieses Seitenverhältnis und unterscheidet sich damit von Ultra Panavision 70, das anamorphe Linsen verwendet. Diese Unterscheidung ist relevant für Filmemacher, die mit verschiedenen 70mm-Systemen arbeiten.