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12000W HMI
Licht · Equipment

12000W HMI

Murnau AI illustration
1200w hmi 1800w hmi 6000w hmi 9000w hmi

Tageslicht-Scheinwerfer mit 12 Kilowatt HMI-Brenner — extrem helle Lichtquelle für Außenaufnahmen und große Studios.

Überblick

Mit "12000W HMI" (auch "12kW HMI") ist kein einzelnes Gerät gemeint, sondern eine Leistungsklasse von HMI-Scheinwerfern. HMI steht für Hydrargyrum Medium-arc Iodide, eine Gasentladungslampe (Metallhalogenid), deren Licht tageslichtbalanciert ist. Mit 12.000 Watt elektrischer Leistung gehören diese Köpfe zu den leistungsstärksten Einzelscheinwerfern im klassischen Film- und TV-Lichtpark und werden typischerweise als großflächige Tageslichtquelle für Außenaufnahmen, Fensterlicht-Simulation oder als Bounce-Quelle in große Reflektoren eingesetzt.

Die Leistungsklasse wird von mehreren Herstellern in unterschiedlichen Bauformen angeboten, am verbreitetsten als Fresnel-Scheinwerfer (gerichtetes, regelbares Spot-/Flood-Licht) und als PAR-Scheinwerfer (mit Streuscheiben-Set für unterschiedliche Abstrahlwinkel). Bekannte Geräte dieser Klasse sind unter anderem der ARRI Compact 12000W Fresnel und der ARRI Arrisun 120 (PAR); weitere Hersteller sind etwa LTM und Lightstar.

Technische Daten

HMI-Köpfe dieser Klasse arbeiten mit tageslichtbalanciertem Licht im Bereich von etwa 5.600 bis 6.000 K. Sie werden mit einem separaten Vorschaltgerät betrieben; moderne elektronische Vorschaltgeräte (EVG) liefern flimmerfreies Licht und sind gegenüber alten magnetischen Vorschaltgeräten deutlich leichter und kompakter.

MerkmalWert / Eigenschaft
LampentypHMI-Metallhalogenid-Entladungslampe (Tageslicht)
Leistung12.000 W (12 kW)
Farbtemperaturca. 5.600-6.000 K
BauformenFresnel und PAR
Vorschaltgerätseparat, elektronisch (flimmerfrei) oder magnetisch

Als Leuchtmittel kommen einseitig gesockelte (single-ended) Lampen mit G38- bzw. GX38-Sockel zum Einsatz, etwa die Osram 54113 (HMI 12000W/SE/XS). Solche Lampen sind mit rund 6.000 K spezifiziert und haben eine herstellerseitig angegebene mittlere Lebensdauer von etwa 300 Stunden. Es existieren auch doppelseitig gesockelte (double-ended) Varianten.

Einsatz am Set

Aufgrund der hohen elektrischen Leistung benötigt ein 12-kW-Kopf eine entsprechende Stromversorgung und wird auf der Drehbühne meist über Generator oder einen dedizierten Hausanschluss gespeist; das Handling fällt in den Verantwortungsbereich von Oberbeleuchter (Gaffer) und Beleuchterteam. Kopf und Vorschaltgerät werden über ein langes Head-to-Ballast-Kabel verbunden, sodass das schwere Vorschaltgerät abseits des oft hoch geriggten Kopfes platziert werden kann.

Eingesetzt wird die Klasse vor allem dort, wo viel Output gefragt ist: als künstliche Sonne durch Fenster, zum Aufhellen großer Außenmotive gegen das Tageslicht oder als harte bzw. (über Reflektor/Diffusion) weiche Tageslichtquelle. Mit elektronischem Vorschaltgerät ist flimmerfreier Betrieb auch bei Highspeed-Aufnahmen möglich.

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