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Atlas Mercury Series
Kamera · Begriffe

Atlas Mercury Series

Murnau AI illustration
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Anamorphotische Festbrennweiten von Atlas mit 1.5x-Squeeze für Vollformat-Sensoren. Kompakt, T2.2, abgestimmt auf Mirrorless-Bodies wie Sony Venice oder Alexa Mini LF.

Überblick

Die Mercury Series ist eine Reihe anamorphotischer Cine-Objektive (Festbrennweiten) des US-Herstellers Atlas Lens Co. Es handelt sich um Front-Anamorphoten mit einem Squeeze-Faktor von 1,5x und nativer Vollformat-Abdeckung. Die Serie ist als kompaktere, leichtere und preislich zugänglichere Alternative zur 2x-Anamorphoten-Reihe Orion desselben Herstellers positioniert und zielt auf den klassischen anamorphotischen Bildcharakter in einem deutlich kleineren Gehäuse.

Optisch liefern die Mercury-Objektive die typischen anamorphotischen Merkmale: ovales Bokeh, horizontale Lensflares, eine charakteristische Bildfeldwölbung mit zum Rand hin abfallender Schärfe sowie geometrische Verzeichnung. Im Vergleich zur Orion-Reihe gilt die Bildanmutung als wärmer und stärker vintage-geprägt, mit goldfarbenen Flares.

Technische Daten

MerkmalSpezifikation
HerstellerAtlas Lens Co.
TypFront-Anamorphot, Festbrennweite (Cine-Prime)
Squeeze-Faktor1,5x
Bildkreis / AbdeckungVollformat, Bildfläche ca. 36,7 mm × 25,5 mm
LichtstärkeT2.2 über weite Teile der Reihe
Brennweiten24, 27, 32, 36, 42, 54, 72, 95, 138 mm
Frontdurchmesser95 mm (serienübergreifend einheitlich)
Zahnkränze0,8 Mod (Standard-Pitch) für Fokus und Blende

Die einheitliche 95-mm-Frontfassung und die durchgängigen 0,8-Mod-Zahnkränze erleichtern den schnellen Objektivwechsel sowie den Einsatz von Mattebox und Followfokus ohne Umrüsten. Das 42-mm-Objektiv wiegt herstellerseitig rund 1,1 kg.

Einsatz am Set

Die Mercury Series richtet sich an Produktionen, die einen anamorphotischen Look mit Vollformat-Kameras (z. B. moderne Cine-Kameras mit großem Sensor) realisieren wollen, ohne das Gewicht und die Baugröße klassischer 2x-Anamorphoten in Kauf zu nehmen. Durch die kompakten Gehäuse eignet sich die Serie auch für Gimbal-, Drohnen- und Handkamera-Setups.

Der 1,5x-Squeeze deckt gängige Sensorformate (16:9, 3:2, 4:3) ab und erlaubt die Entzerrung auf Breitbild-Seitenverhältnisse wie 2:1, 2.25:1, 2.4:1 und 2.66:1. Aufgrund der einheitlichen Front- und Gehäusedimensionen lässt sich innerhalb der Serie flexibel zwischen den Brennweiten wechseln, was den Arbeitsablauf am Set beschleunigt.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Als Kameramann schätze ich besonders die konsistente Farbwiedergabe und den sanften Schärfeverlauf der Mercury-Serie. Die kompakte Bauweise erleichtert mir das Arbeiten mit Gimbals erheblich, und der reduzierte 1,5x Squeeze minimiert die typischen anamorphen Verzerrungen an den Bildrändern. Die einheitlichen Gehäuseabmessungen sparen mir Zeit beim Objektivwechsel, da ich die Mattebox nicht neu justieren muss.

Regisseur

Die Atlas Mercury Objektive geben mir die Möglichkeit, den cinematischen anamorphen Look zu erzielen, ohne die extremen Charakteristika älterer 2x-Systeme in Kauf nehmen zu müssen. Die horizontalen Flares und das ovale Bokeh unterstützen perfekt die emotionale Wirkung meiner Szenen, besonders in intimeren Momenten. Die Flexibilität in der Postproduktion erlaubt es mir, verschiedene Aspect Ratios für unterschiedliche Vertriebswege zu realisieren.

Produzent

Aus budgetärer Sicht bietet die Mercury-Serie ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis für anamorphe Produktionen. Die geringeren Mietkosten im Vergleich zu Vintage-Anamorphoten und die reduzierte Postproduktionszeit durch den 1,5x Squeeze wirken sich positiv auf das Gesamtbudget aus. Die Robustheit der Objektive minimiert Ausfallrisiken am Set, was Verzögerungen und zusätzliche Kosten verhindert.

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