Filmempfindlichkeitsstandard — ursprünglich ASA, heute meist ISO genannt. Bestimmt, wie viel Licht der Film/Sensor braucht; höher = lichtempfindlicher, aber körniger.
Die Filmempfindlichkeit bestimmt, wie stark Film oder Sensor auf Licht reagieren — und damit, ob eine Szene bei Kerzenlicht oder in der prallen Sonne funktioniert. Der ASA-Wert war lange der amerikanische Standard dafür, wurde aber 1987 durch die ISO-Norm ersetzt. Heute wird von ISO gesprochen, die Logik ist identisch geblieben. Ein ASA 100 Film ist halb so empfindlich wie ASA 200; ASA 400 braucht viermal weniger Licht als ASA 100. Praktisch bedeutet das: höherer Wert = offenere Blende möglich, kürzere Belichtungszeit, weniger zusätzliche Ausleuchtung nötig.
Am Set schlägt sich das direkt im Lichtsetting nieder. Mit ASA 100 (oder ISO 100) sind bei schwachem Tageslicht massive HMI-Leuchten oder Sonnensegel zum Aufhellen nötig; mit ASA 800 kommt die Kamera mit weniger Licht aus. Das ist praktisch — aber mit jeder Verdoppelung der ASA-Empfindlichkeit steigen Körnung (Film) oder Rauschen (digitale Sensoren). ASA 100 Filmmaterial liefert feine, seidenartige Körnung, ASA 800 wird körniger, ASA 1600 noch deutlicher. Bei digitalen Kameras ist der Effekt ähnlich: ISO 100 liefert saubere Bilder, ISO 6400 zeigt farbige Rauschflecken. Das ist nicht grundsätzlich ein Fehler — Korn kann ästhetisch gewollt sein — aber es verringert die Flexibilität in Schnitt und Farbkorrektur.
Die Wahl des ASA/ISO hängt vom Drehkontext ab. Low-Light-Szenen (Innenräume, Nacht, mystische Szenen) verlangen höhere Werte, kosten aber Bildklarheit. Tageslicht-Drehs mit kontrollierter Ausleuchtung können problemlos ISO 100 oder 200 fahren. Modernes Kino wechselt oft mittendrin: für eine Szene ISO 400, für die nächste, hellere, ISO 200. Digitalkameras ermöglichen das ohne Filmwechsel; das ist ihr Vorteil gegenüber analogem Material, bei dem das Magazin auf eine ASA festgelegt ist.
ASA und Blende/Belichtungszeit sind nicht unabhängig voneinander. Wenn das Licht-Setup auf ASA 400 kalibriert ist und nachträglich auf ISO 800 gewechselt wird, muss entweder eine Blende zugezogen oder die Belichtungszeit halbiert werden — sonst ist das Bild überbelichtet. Das ist kein rein theoretisches Problem; es tritt im Alltag auf, wenn Material spontan gewechselt wird oder die Sonne eine Wolkendecke freigibt.
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1. Zu welchem Department gehört „ASA-Wert"?