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Aaton A-Minima
Kamera · Kameras

Aaton A-Minima

Murnau AI illustration
aaton aaton xtr super 16 pov shot

Die kleinste professionelle 16mm-Kamera der Welt (800g). Entwickelt 2000 für POV-Shots, versteckte Kameras und extreme Drehorte. Wurde u.a. in Black Swan für die Ballettszenen eingesetzt.

Was ist die Aaton A-Minima?

Die Aaton A-Minima (2000) ist die kleinste professionelle 16mm-Filmkamera der Welt. Mit nur 800 Gramm Gewicht und der Größe einer Getränkedose ermöglicht sie Aufnahmen aus Perspektiven, die vorher nur mit Consumer-Kameras möglich waren – aber in professioneller Filmqualität.

Technische Spezifikationen

EigenschaftWert
FormatSuper 16mm
Gewicht (mit Magazin)800 g
Maße95 × 85 × 160 mm
Bildrate1–50 fps
Verschluss200°
Geräuschpegel<28 dBA
MountAaton Universal / PL
MagazinInterne Kassette 60m (200 ft)
Laufzeit5,5 Min @ 24 fps
Stromversorgung12V (kleine Akkus möglich)

Größenvergleich

KameraGewichtGröße
A-Minima800 gGetränkedose
Aaton XTR2.700 gSchuhkarton
ARRI 16SR34.000 gGroßer Schuhkarton
GoPro Hero150 gStreichholzschachtel

Einsatzbereiche

POV-Shots (Point of View)

  • Helmkameras für Sport/Action
  • Am Körper befestigte Perspektiven
  • Aus Fahrzeugcockpits
  • Tieraufnahmen

Versteckte Kamera

  • Dokumentarfilme mit verdeckten Aufnahmen
  • Investigativer Journalismus
  • Reality-Formate

Extreme Drehorte

  • Unterwasser (mit Housing)
  • Enge Räume
  • Gefährliche Stunt-Situationen (Crash-Cam)

Bedeutende Filme

FilmJahrDPEinsatz
Black Swan2010Matthew Libatique, ASCBallettszenen, am Körper befestigt
Requiem for a Dream2000Matthew Libatique, ASCPOV-Drogenszenen
The Hurt Locker2008Barry Ackroyd, BSCBombenentschärfungs-POV
Irreversible2002Benoît Debie, SBCU-Bahn-Szenen
Children of Men2006Emmanuel Lubezki, ASCAuto-Innenshoot

Black Swan: Ein Fallbeispiel

Regisseur Darren Aronofsky und DoP Matthew Libatique nutzten die A-Minima extensiv:

  • Befestigung am Körper der Tänzerinnen
  • Pirouetten-Shots aus der Ich-Perspektive
  • Spiegel-Sequenzen mit minimaler Kamera-Sichtbarkeit
  • Nahtloser Schnitt mit Arri 416-Material

Die geringe Größe ermöglichte echte Ballett-Bewegungen ohne Einschränkung.

A-Minima vs. Alternativen

EigenschaftA-MinimaGoProIkonoskop A-Cam
QualitätSuper 16 Film4K DigitalDigital S16
Gewicht800 g150 g450 g
LookFilmkorn, organischDigital, scharfDigital
Kosten/Tag~250 €Kauf ~400 €~150 €
ObjektiveWechselbar (PL)FestWechselbar

Fazit: Die A-Minima bietet einzigartigen Film-Look in extremer Miniatur.

Technische Besonderheiten

Video Assist

  • Optionaler Video-Ausgang für Monitoring
  • Drahtlose Übertragung möglich

Batterie

  • Betrieb mit kleinen 12V-Akkus
  • Etwa 4 Magazine pro Akkuladung

Geräuschpegel

  • Mit 28 dBA lauter als XTR
  • Für Dialogszenen oft zu laut
  • Ideal für Action/Musik

Heute

Die A-Minima wird nicht mehr produziert (Aaton Insolvenz 2013), bleibt aber für Spezialanwendungen verfügbar:

  • Film-Revivals bringen neue Nachfrage
  • Nischen-Verleih für spezielle Projekte
  • Einfluss auf moderne Action-Cams (RED Komodo, Z-Cam)
  • Sammlermarkt für Film-Enthusiasten
Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Die A-Minima ist mein Geheimtipp für unmögliche Shots – ich kann sie an einem Helm befestigen, in einen Rucksack stecken oder an Stellen platzieren, wo keine andere professionelle Kamera hinpasst. 800 Gramm mit Magazin bedeutet: echte POV-Aufnahmen ohne Kompromisse bei der Bildqualität.

Regisseur

Mit der A-Minima bekomme ich Perspektiven, die sonst nur mit GoPros möglich wären – aber in echter Filmqualität auf Super 16. Für Tanzszenen, Stunts oder intime Momente aus erster Person ist sie unersetzlich. In Black Swan haben wir sie Natalie Portman buchstäblich umgeschnallt.

Produzent

Die A-Minima kostet etwa 200-300 Euro pro Drehtag – ein Bruchteil einer vollwertigen Filmkamera. Dafür bekomme ich professionelles 16mm-Material, das sich nahtlos mit anderem Footage schneiden lässt. Perfekt für B-Roll, Insert-Shots oder spezielle Sequenzen.

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