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2K Fresnel
Kamera · Technik

2K Fresnel

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2000W Fresnel-Scheinwerfer mit doppelter Lichtstärke des 1K-Modells, Standardlicht für Key-Positionen und großflächige Ausleuchtung bei professionellen Produktionen.

Technische Spezifikationen

Der 2K Fresnel liefert 20.000-24.000 Lux auf 3 Meter Entfernung im Spotmodus. Die Fresnel-Linse hat einen Durchmesser von 250mm und konzentriert die Strahlung mit höherer Effizienz als der 1K. Die Farbtemperatur entspricht dem 1K-Standard: Wolfram 3200K oder HMI 5600K.

Die Fokussiervorrichtung funktioniert über einen längeren Schiebeweg (bis zu 150mm) für noch präziseren Zoom-Bereich, von etwa 90° im Flood- bis 22° im Spotmodus. Abmessungen: ca. 420mm Breite x 310mm Tiefe, Gewicht ca. 8,5 kg (ohne Stativ). Die Stromaufnahme:

  • Wolfram: 2000W direkt
  • HMI 2000W: ca. 2400W mit Vorschaltgerät

Die Wärmeerzeugung erreichet ca. 1500 Watt – deutlich spürbar in unmittelbarer Nähe. Der Scheinwerfer benötigt Abkühlungspausen nach ca. 45-60 Minuten kontinuierlichen Betriebs.

Geschichte & Entwicklung

Die 2K-Variante entwickelte sich in den 1960ern parallel zum 1K, wurde aber erst ab den 1970ern zum Film-Standard. Mole-Richardson und ARRI etablierten die 2K als Quasi-Standard für professionelles Studio-Licht. Die Einführung von 2K HMI-Brennern in den 1980ern machte die Variante auch für Außenaufnahmen interessant.

Moderne 2K-Modelle verfügen über verbesserte Wärmemanagement-Systeme mit Wärmerohr-Technologie und keramischen Lampenfassungen, die längere Betriebszeiten ermöglichen. Ab 2015 entstanden LED-basierte Alternativen, konnten aber nicht die punktuelle Präzision des klassischen 2K Frenels ersetzen.

Praxiseinsatz im Film

Die 2K Fresnel war das Standard-Hauptlicht für Hollywood-Studio-Filmproduktion vom späten 20. Jahrhundert bis etwa 2010. In Ridley Scotts "Blade Runner" (1982) wurde die atmosphärische Neon-Noir-Beleuchtung teilweise mit 2K Frenels realisiert – die intensive Lichtstärke ermöglichte die charakteristische Konturierung gegen starken Himmel.

Roger Deakins verwendete in "No Country for Old Men" (2007) klassische 2K Frenels für die Interior-Ausleuchtung, um psychologische Spannung durch harte Schatten zu erzeugen. Die präzise Fokussierbarkeit erlaubt subtile Lichtkorrektionen zwischen Takes ohne Umpositionierung.

In modernen Produktionen bleibt der 2K die erste Wahl für Drama-Serien und Prestige-Filme, wo klassische Lichttechnik bevorzugt wird.

Varianten & Alternativen

Die 2K HMI benötigt ein Vorschaltgerät und liefert echtes Tageslichtwert-Licht (5600K). Die 2K Tungsten (Wolfram) ist günstiger in der Anschaffung, erfordert aber konsequente CTO-Filterung für Tageslichtzenen.

LED-Alternativen wie ARRI SkyPanel L60 oder Astera AX3 bieten ähnliche Flächenleuchtung, können aber nicht die fokussierte Punch des Frenels ersetzen. Fluoreszenz-Panels (Kino Flo 4x4) benötigen mehrere Units für äquivalente Lichtstärke.

Der Vorteil des klassischen 2K Frenels bleibt ungeschlagen für Key-Positionen mit hohem Lichtkontrastanforderungen und Außen-Ergänzungsbeleuchtung.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Der 2K Fresnel ist mein Standard-Hauptlicht für Studio-Dreh. Bei einem Key-Abstand von 3-4 Metern erreiche ich auf T4 mit ISO 400 korrekte Belichtung ohne Graufilter. Das Leuchtmittel erhitzt sich schneller als der 1K – nach 45 Minuten kontinuierlichen Betriebs muss ich einen 5-10-minütigen Kühlzyklus einplanen. Der Spot-/Flood-Wechsel funktioniert genauso präzise wie beim 1K, aber die größere Hitzeentwicklung erfordert verstärkte Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien und Schauspielern.

Regisseur

Mit dem 2K Fresnel kann ich Räume mit gleichmäßiger, psychologisch warmer Beleuchtung durchgestalten. Die Lichtstärke erlaubt mir, dunklere Filme (DP Klassiker wie "Barry Lyndon") ohne digitale Nachbearbeitung zu realisieren. Ich setze den 2K für emotionale Key-Lights ein, die Gesichtsmodelierung erzeugen – die Spot-Position ergibt eine präzise, fast chirurgische Konturierung der Gesichtszüge.

Produzent

Die 2K kostet im Verleih etwa 45-60 Euro pro Tag, mit Stativ und Zubehör ca. 150-180 Euro pro Set-Tag. Das ist die Grenzlinie zwischen Budget- und Standard-Produktionen. Die doppelte Stromaufnahme (2000-2400W mit Vorschaltgerät bei HMI) erfordert robustere Stromversorgung – bei Location-Dreh ohne Stromaggregat wird die 2K kritisch. Die Wartungskosten steigen durch schnellere Verschleiß der Hitzebeständigkeit.

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